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Papa, Jonas und der Tausch-Sonntag (Kritik)


Rezension von Julia

Autor: Löbner, Ruth

Kinderbücher sollen Ängste lindern und Sicherheit vermitteln, wenn sie das auch noch mithilfe einer lustigen und ansprechenden Geschichte schaffen, haben sie ihr Ziel voll und ganz erreicht. Mit „Papa, Jonas und der Tausch-Sonntag“ liegt mein persönliches Kinderbuch-Highlight des bisherigen Jahres vor, da es alle Kriterien für ein gutes Buch seiner Art erfüllt.

Jonas Eltern leben getrennt. Unter der Woche wohnt der Junge deswegen bei seiner Mutter und darf seinen Papa immer am Wochenende besuchen. Dann wohnt er dort und kann live erleben, wie sein Vater vom Pech verfolgt wird. Er ist nämlich ein kleiner Träumer und Pechvogel. So vergisst er die Hälfte beim Einkaufen, ihm verderben die Lebensmittel im Kühlschrank und an diesem Wochenende lässt er auch noch Jonas Lieblingstasse auf dem Küchenfußboden zerschellen. Beim Aufwischen schneidet sich Jonas Papa auch noch am Daumen und muss von seinem Sohn verarztet werden. Der ist das gewöhnt, weil sein Papa nun mal so ist. Aber der Papa bekommt nun ein Knautschgesicht, weil am kompletten Wochenende schon wieder alles schief gegangen ist und weil Jonas dieses Knautschgesicht glätten möchte, schlägt er den ultimativen Tausch vor. Jonas ist nun der Papa und macht alles, was Papa sonst so macht und Papa ist Jonas und tut alles, was Jonas immer macht. Papa ist einverstanden, auch wenn er sich anfangs nicht ganz sicher ist, ob sein Kleiner das alles hinbekommt. Ab sofort ist Jonas der Jonas Papa und der Papa der Papa Jonas.
Also sammelt Jonas die Scherben auf, deckt den Frühstückstisch, lässt das Badewasser für sich und Papa Jonas ein und danach basteln beide einträchtig an der Eisenbahn herum.
Für Jonas hat der Tausch so seine Vorteile, beispielsweise macht sein Papa nun die Mathehausaufgaben, was er der Mama lieber nicht erzählen wird, während er in Papa-Manier Fernsehschauen darf.
Als die beiden schließlich zum Drachensteigen und Eis essen in den Park gehen, machen sie eine unerwartete Entdeckung, die vor allem Jonas zu schaffen macht: Seine Mama küsst einen Mann, der nicht Jonas Papa ist. Aber da er Jonas Papa ist, muss er ruhig und gelassen reagieren.

Das Buch ist eine zärtliche Umarmung und Trost gleichermaßen. Es zeigt, wie schön eine Vater-Sohn Beziehung sein kann und auch wie man als Vater mit der neuen Beziehung der Mutter seiner Kinder umgehen kann, ohne die Kinder zu belasten. Nebenbei hat man hier noch eine wundervolle und sehr lustige Geschichte für Kinder, die sich hervorragend zum Vorlesen eignet. Witzige Wendungen, komische Alltagssituationen und liebevolle zwischenmenschliche Szenen sprechen von Zuneigung und Sorge umeinander. Schlicht ist die Geschichte trotz ihrer Vielfalt und vielleicht deswegen solch ein Schatz.
Hübsche farbige Zeichnungen unterstützen die Handlung und stellen komische und nachdenkliche Szenen dar, die man sich gemeinsam ansehen und für sich entdecken kann. Trotz der wenigen Seiten, erlebt der Leser viel mit und in diesem Buch und kann am Ende auf eine Vielzahl an Eindrücken zurückblicken.

Hier liegt ein kleiner Schatz vor, der sich nicht nur für Kinder eignet, deren Eltern sich getrennt haben, sondern durchaus auch für Kinder in intakten Familien. Lustige Ideen und komische Alltagssituationen, menschliche Schwächen, die angenommen werden und zauberhafte Bilder machen das Buch zu etwas ganz besonderem, so kann und will ich es aus vollem Herzen empfehlen!


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Aufmachung:

Gefuehl:

Bild:

Humor:

Links:

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Infos:

Autor:

Löbner, Ruth

Verlag:

Tulipan

Erschienen:

01.02.2010

Kritiker:

Julia

Sprache:

Deutsch

ISBN oder
ProduktID:

9783939944416

Seiten:

54

Preis:

12,90 €

Typ:

Hardcover

 

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