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Killerhaie (Kritik)


Rezension von Valentino Dunkenberger

Autor: McDiarmid, Mac

Haie - sie sind eine der ältesten Lebensformen auf unserem Planeten und leben in einem Gebiet, das uns als Menschen nahezu unbekannt ist, unbekannter als die weiten des Weltraums - dem Ozean. Vielleicht ist es ebendieser Umstand der Unbekanntheit oder aber die seltenen, meist versehentlichen Übergriffe von Haien auf Menschen, die diese faszinierenden Geschöpfe für uns so gefährlich und bösartig wirken lassen und uns bei deren bloßer Erwähnung ein Schauer über den Rücken laufen lässt. Aber sicher auch solche Filme wie der 80er-Jahre-Film "Der weiße Hai" oder "Deep Blue Sea" vermitteln ein vollkommen falsches Bild der Haie und tragen so nicht dazu bei, dem Menschen das wahre Verhalten dieser Fische zu zeigen.
Aus diesem Grunde gibt es Bücher, die uns die Angst vor den "blutrünstigen Ungeheuern" nehmen sollen - aufklärende, wissenschaftliche Sachbücher über Verhalten und Fressgewohnheit der Haie.

"Killerhaie" ist kein solches Sachbuch. Vielmehr stellt es die Haie so dar, wie es im Titel und in diversen Horrorstreifen gezeigt oder gesagt wird - als unerbittliche Killer.

Auch scheint der Autor nicht unbedingt die fachliche Kompetenz zu haben, um ein ernstzunehmendes, sachliches Buch über eine Spezies zu schreiben, die es gilt, vor dem Menschen zu schützen. So haben sich einige Fehler in den Text des Autors geschlichen, die die Angst vor den Meerestieren noch steigern. So schreibt er zum Beispiel, dass der größte jemals gefangene Weiße Hai "ein Gewicht von 4536 Kilogramm" und eine Länge von "nicht weniger als neun Metern" erreicht habe. Fachkundige Hai-Experten jedoch sprechen von dem größten Weißen Hai als einem Tier, das angeblich(!) 6,6 Meter lang und 3285 Kilogramm schwer gewesen sei - was ein Unterschied von 2,5 Metern Länge und 1,2 Tonnen ist!
Auch sind einige Bilder falsch untertitelt, was jemandem, der sich schon etwas näher mit diesen Tieren beschäftigt hat, bei näherem Hinschauen auffallen wird.

Was einem noch sofort auffallen wird sind die Bilder, die den Text des Buches begleiten - Fotografien von sehr schöner Qualität, die allerdings beinahe ausschließlich Haie beim Angriff, in wilder Raserei oder in bedrohlich aussehender Stellung zeigen.
Etwa vier fünftel des ca. 100 Seiten starken Buches beschreiben die Haie als böse, menschenfressende Kreaturen und lediglich die ersten 20 Seiten sind einigermaßen sachlich und neutral geschrieben.
Passend zum Text tragen die Kapitel Titel wie "Menschenfresser", "Anatomie eines Killers", "So greifen sie an", "Haiangriffe weltweit - ein Überblick" (dieser Überblick wird später vertieft und zieht sich über 30 Seiten), "Massenangriffe", "Provozierte Angriffe", "Die Opfer" oder "Wie man sich schützt".

Fazit:

"Killerhaie" liest sich vielleicht wie ein Thriller und vermag den Leser zu fesseln, allerdings ist es sachlich und wissenschaftlich völlig unakzeptabel, unverantwortlich und falsch. Wer mehr über das (wirkliche) Leben und Verhalten der Haie erfahren möchte, der sollte sich nach einem anderen Buch umschauen, das dem Leser korrekte und fachkundige Aussagen übermitteln kann.


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

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Verlag:
Gondrom

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Infos:

Autor:

McDiarmid, Mac

Verlag:

Gondrom

Erschienen:

01.01.1997

Kritiker:

Valentino Dunkenberger

ISBN oder
ProduktID:

3811215698

Typ:

Hardcover

 

Lesung:

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