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Mythen in der Geschichte (Kritik)


Rezension von Larper

Autor: Altrichter, Helmut; Herbers, Klaus

Im Sommer- und Wintersemester 2001/02 fand an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eine Ringvorlesung mit dem Titel "Mythen in der Geschichte" statt. Mit dieser Vortragsreise sollte aufgezeigt werden, daß Mythenbildung ein zeitloses Phänomen ist. Der Prozeß der Mythenbildung wurde ebenso an Hand ausgewählter Beispiele beleuchtet wie die Funktion der Mythen als Sinn- und Identitätsstifter. Die im Rahmen dieser Ringvorlesung gehaltenen Vorträge wurden von den Autoren überarbeitet und in diesem Buch (Band 16 der Reihe Rombach Historiae) zusammengestellt. 22 unterschiedliche Autoren und Themen ergeben die Notwendigkeit jedes einzelne Kapitel gesondert zu betrachten, was ich nachfolgend tun werde:

Die als Beispiel angeführten Mythen reichen vom Altertum bis in das 20. Jahrhundert. Und auch geographisch werden ausgehend von lokalen Mythen (Nürnberg) über Deutschland, Westeuropa auch die USA, Rußland und Japan einbezogen.

Die einzelnen Beiträge sind in fünf Kapitel lose zusammengefaßt. Beginnend von der eher theoretischen Betrachtung der "Mythen in der Geschichte, Wissenschaft und Kunst" geht es zu den bekannteren "Gründungs- und Herkunftsmythen" in denen Götter und Heroen eine bedeutende Rolle spielen. Mit den "Kaisern" geht es dann -auch auf den "Kreuzzügen"- ins "finstere und europäische Mittelalter". In "Volk und Nation" geht es um die ureigensten Mythen des deutschen Nationalstaates. Abschließend wird mit "Lauter Sonderwege?" das Auge des Betrachters auch über den deutschen Tellerrand hinaus auf die Mythen anderer Staaten und Völker gelenkt.

Jan Assmann begann mit seinem Beitrag "Mythos und Geschichte" die Vorlesungsreihe und auch im Buch findet man ihn an erster Stelle. Dies ist auch sicher so gewollt, denn seine Erläuterungen bilden sozusagen die theoretische Grundlage für das Buch. So werden Zusammenhänge zwischen Schrift, Geschichte und Mythos beleuchtet und an Hand von Beispielen dargestellt, wie Geschichte sich in Mythen wandelt. Durch die vielen Seitenblicke, die sich durch die gewählten Beispiele ergeben dürfte Jan Assmann allerdings eher den Geschmack der Philosophen denn der Historiker getroffen haben.

Ludolf Kuchenbuch stellt an den Anfang seiner Ausführungen die Doppelfrage "Sind Epochen notwendig(e) Mythen?" Er wird sie zum Ende nicht beantworten (wollen?) und überläßt es dem Leser sich ein eigenes Urteil zu bilden. Am Beispiel des Mittelsalters, Feudalismus und Europa gibt er jedoch genügend Informationen, um sich ein eigenes Urteil bilden zu können. Schlußendlich sind Epochen "für die Historie ... Gegenstände zuverlässigen Zweifels."

Maximilian Forschner referiert über den "Schöpfungsmythos und Fortschrittsidee in der neuzeitlichen Wissenschaft". Seine Schwerpunkte liegen dabei eindeutig eher auf philosophischen Aspekten des Themas denn auf historischen. Dies kommt auch in seinen Beispielen zum Ausdruck. So stellt er zunächst den Renaissance-Philosophen Giovanni Pico della Mirandola in den Mittelpunkt um darauf als Kontrast den "Wissenschaftsphilosophen" Francis Bacon zu Wort kommen zu lassen. Wer sich mit diesem Kapitel beschäftigt, sollte zumindest rudimentäre Lateinkenntnisse vorweisen. So werden zwar zur Untermauerung des Geschriebenen lateinische Zitate verwendet, diese aber unübersetzt stehen gelassen. Den Leser, der des Lateinischen nicht mächtig ist, ergeht es damit aber leider genau so.

"Poesie oder Mythographie?", fragt Karl Möseneder. Und meint damit Carracis Galleria Farnese. So schön diese Bilder auch sein mögen und soviel Mythos darinnen zu finden ist, so ist eine Bildbetrachtung (was letztlich der Beitrag ist) leider nicht durch Worte zu ersetzen und auch die beispielhaften Schwarz-Weiss-Bilder sind in der Qualität so weit vom Original entfernt, daß es dem Betrachter (oder leider eben Leser) schwer fällt, den Ausführungen zu folgen. Mit diesem Beitrag wird der geflügelte Ausdruck "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" konterkariert. Man möchte meinen: Selbst tausend Worte können nicht hinreichend beschreiben, was ein Bild ausmacht. Schade, daß hier nicht bessere Wege der Darstellung gewählt wurden. Was vielleicht im Vortrag sehr gut ankam, ist im Buch fehl am Platze.

Peter Högemann provoziert den Leser etwas mit seiner Gleichung Troia = nur ein Mythos UND die Ionische Kolonisation = wahre Geschichte. Zunächst erläutert der Autor nochmals den Mythenbegriff aus seiner Sichtweise um nachfolgend auf die Instrumentalisierung des Mythos (hier besonders durch die Griechen) einzugehen. Und so wird offengelegt, daß Mythen durchaus Geschichte sein können aber auch, daß das was für Geschichte gehalten wird ein perfekt inszenierter Mythos ist.

Severin Koster führt den Leser mit dem "Gründungsmythos Rom" in bekannten Wegen entlang. Und doch kann man noch so manche Überraschung erleben in diesen "ausgetretenen" Pfaden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem augusteiischen Zeitalter Roms und den damals nötigen "Verdrehungen", die der Gründungsmythos erfahren mußte um der politischen Führung zu gefallen. Positiv ist, daß lateinische Zitate, die naturgemäß in diesem Beitrag häufig sind, fast immer übersetzt wurden.

Herwig Wolfram erklärt in "Herkunftsmythen" anschaulich, daß diese eigentlich längst überlebt sind. Von allen Beiträgen ist dies meiner Meinung nach der erfrischendste. Bestechend durch die treffende Wortwahl und ironischen Seitenhiebe. Ausgehend von den Fremdbezeichnungen der (insbesondere mitteleuropäischen) Völker untereinander (die meist nicht sehr schmeichelhaft sind) kommt man zum Schluß zur Erkenntnis, daß es Aufgabe der Geschichtswissenschaft sein muß, Ursprungsmythen zu analysieren und Strategien zu entwickeln, die die Instrumentalisierung der Herkunftsmythen unmöglich machen.

Klaus Herbers nimmt sich dann eines großen Mannes der Geschichte an. "Karl der Große", bereits zu Lebzeiten mytisiert und von Deutschen und Franzosen gleichermaßen für sich beansprucht erlebt gerade in der heutigen Zeit der Europäisierung einen enormen Aufschwung. War er früher "nur" Vorbild für die Herrscherhäuser besonders des Mittelalters, wird er heutzutage für ein einiges Europa instrumentalisiert. Was manchmal, wie aufgezeigt wird, komisch wirken kann, wenn man auch den Osten Europas mit aller Macht in dieses Mythenbild integrieren will, da es schließlich zur aktuellen politischen Lage passen soll.

Nikolas Jaspert geht mit "Ein Polymythos: Die Kreuzzüge" vielleicht einen Schritt zu weit, wenn er sie in Zusammenhang mit dem 11.September 2001 bringt, der diesem Mythos wieder Aktualität verliehen haben soll. Doch dann stellt er die Frage: Basiert dieser Mythos auf einer geschichtlich gesicherten Basis. Und führt tatsächlich einige Argumente an, die an DEN Kreuzzügen zweifeln lassen. Schließlich kommt er im Thema wieder zurück zu bodenständigeren Analysen und der Entwicklung von der Glorifizierung der Kreuzzüge zu deren Ablehnung. Unschön am Beitrag ist, daß die Fußnoten oft länger sind als der eigentliche Text. Meist teilen sich Text und Fußnoten eine Druckseite je zur Hälfte. Da hätte weniger vielleicht mehr gebracht.

"Friedrich Barbarossa" steht im Mittelpunkt des Beitrages von Stefan Weinfurter. Während Kaiser Karl von den Deutschen und Franzosen jeweils für sich beansprucht wird, gehört Barbarossa (der auch das Titelbild des Bandes ziert) den Deutschen alleine. Aber was haben sie daraus gemacht. Den Barbarossa, den die Allgemeinheit kennt gab es nicht, er ist -wie zu erwarten- ein Mythos. Die Mythifizierung gelang, wie Weinfurter es darstellt, hervorragend. "Verlierer" Barbarossa wird aus dem Kollektivgedächtnis ausgeblendet. Nicht historische Vorgänge, sondern die Idee von Herrscher und Reich stehen im Mittelpunkt des Mythos Barbarossa.

Auch Peter Segl nimmt sich eines großen Klischees an. Im Gegensatz zu Barbarossa (wo nur das Gute hervorgehoben wurde) zeigt er auf, wie man durch Überbetonung des Negativen eine "Schwarze Legende" erschaffen kann - besser bekannt als die "Inquisition". Dabei geht er im Aufbau ähnlich vor wie Weinfurter. Die Themen ähneln sich eben. Ob Licht oder Dunkelheit - Mythenbildung geschieht nach den gleichen Gesetzen.

In "Das Reich als Mythos in der neueren Geschichte" von Helmut Neuhaus geht es zunächst auch erst nur um die Beschreibung eines Bildes (welches dann auch abgebildet ist). Erst nach dieser ausführlichen Interpretation geht der Autor an Hand von zeitgenössischen Zitaten des 19. Jahrhunderts auf die auf dem Mittelalter fußende Reichsidee ein und wie diese im Laufe der Zeit entwickelt wurde. Dabei wird insbesondere herausgearbeitet, warum die frühneuzeitliche deutsche Geschichte als Nationalgeschichte mißverstanden wurde und noch wird. Etwas störend ist, daß der Autor von der "Stadt an der Pegnitz" spricht. Im Rahmen der Vorlesung konnte sicher davon ausgegangen werden, daß jeder damit Nürnberg erkennt. Für ein breiteres Publikum wäre die direkte Nennung des Stadtnamens konkreter gewesen.

Axel Gotthard räumt mit dem Mythos von "Preußens deutscher Sendung" auf. So legt er dar, daß Preußen von Zeitgenossen als eine europäische Macht wie Rußland und England verstanden wurde. Preußen war Ausland und nicht Deutschland. Ab 1850 änderte sich dies jedoch schlagartig. Der Nachhall dieses Mythos ist bis heute zu spüren und die Geschichtswissenschaft tut sich schwer den Mythos von Preußens deutscher Sendung zu entlarven, wie Gotthard aufzeigt.

Die "Stadt an der Pegnitz" steht auch bei Werner K. Blessing im Mittelpunkt - "Nürnberg - ein deutscher Mythos". Daß man nicht nur Nationen, sondern auch Städte mythisieren kann dürfte nicht verwundern und wird hier am Beispiel Nürnbergs aufgezeigt. Wobei nichts anderes herauskommt als eine nette Erzählung über eine Stadt im Wandel der Zeiten.

Bernhard R. Kroener widmet sich in "Nun danket alle Gott ... bis zur letzten Patrone" ausgewählten Schlachtenmythen (Leuthen, Sedan, Stalingrad) als Bestandteil einer politisch instrumentalisierten kollektiven Erinnerungskultur. Zunächst wird mit "Stalingrad" der Mythos der letzten Schlacht der Nibelungen verbunden und damit ein "alter" Mythos auf einen "neuen" transferiert. Während diese Schlacht noch im kulturellen Gedächtnis verankert ist, wurde die Schlacht von Leuthen weitgehend vergessen, obwohl sie doch im Kaiserreich und der Weimarer Republik ein gern genutzter Mythos war. Wie es zu so etwas kommen kann, zeigt Kroener dann auch an der Schlacht von Sedan auf. Diese war von vornherein nur ein Mythos für bestimmte Gesellschaftsschichten und damit von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Schlachtenmythen scheinen also ihre Daseinsberechtigung verloren zu haben. Und doch zeigen die Ereignisse der jüngeren Geschichte, daß sie ihre tragische Faszination noch nicht eingebüßt haben, solange die Menschheit glaubt, durch Einsatz körperlicher Gewalt ihre Probleme lösen zu können.

Elisabeth Erdmann analysiert die "Dolchstoßlegende" in deutschen Schulbüchern. Zunächst macht sie ihren Standpunkt klar, es sollte eigentlich Dolchstoßlüge heißen. Danach erläutert sie die Entstehung der Legende und ihrer Varianten. Es verwundert den Leser dann sicher nicht, daß die Legende in den Schulbüchern ab 1920 (insbesondere aber nach 1938) etabliert wird. Die Schulbücher der 50er und 60er erwähnen sie zwar noch, ohne sie jedoch politisch auszuschlachten. Alarmierend ist jedoch, daß die Bücher der 80er Jahre (und danach) meist unreflektiert sich des Themas annehmen, so daß die Legende "sicher nicht im Sinne der Schulbuchautoren - ihre ursprüngliche Propagandawirkung entfalten kann."

"Mythos und Utopie im Nationalsozialismus" von Frank-Lothar Kroll umfaßt dann die bei diesem Thema erwarteten Mythenkomplexe Rasse, Reich und Neuer Mensch. Dabei zeigt der Autor auf daß diese Mythen nicht nur von den Nationalsozialisten gebraucht wurden und auch innerhalb ihrer Bewegung höchst unterschiedlich (teilweise gegensätzlich) interpretiert wurden. So wird aufgezeigt, daß Hitler mit dem 3.Reich (einen Ausdruck den er schließlich höchst persönlich 1939 verboten hat zu nutzen) nicht eine Nachfolge des Mittelalterlichen deutschen Reiches und des Deutschen Kaiserreiches meinte sondern sich eher am Römischen Reich und dem Britischen Empire orientierte.

Der letzte Themenkomplex "Geschichte der Nachbarn" ist -wie eingangs erwähnt- geographisch sehr weit gefaßt und doch ist dies ein Kapitel, was ich gerne hätte mit weiteren Beiträgen bereichert gesehen. Endlich eine Loslösung von einer deutschzentrierten Sichtweise der Geschichte und Mythen.

Walther R. Bernecker kommt in "Spanien ist anders" zum Schluß: "Sowohl vom Ausland wie von spanischen Historikern und Politikern selbst ist lange Zeit die These eines spanischen Sonderweges in die Moderne vertreten worden;...[jetzt aber] ... zugunsten eines gemeineuropäischen Bekenntnisses aufgegeben worden." So hebt er den Vorhang dieses Mythos und dabei bleibt nichts weiter übrig als Geschichtsklitterung (-fälschung, -verschweigung, usw.).

Helmut Altrichter widmet sich Rußland und seinem Mythos vom "Großen Vaterländischen Krieg". Der Autor zeigt an diesem Beispiel auf, wie ein Mythos geschickt inszeniert werden kann. Aber schlußendlich verblaßt auch dieser Mythos und wird von einem neuen -dem allmächtigen Konsumrausch- überlagert. Vergessen sind die Denkmäler für die gefallenen "Helden" - das neue Ikea-Haus überstrahlt sie.

Thomas Nicklas fragt ob es einen "Konsens im Mythos?" gibt. Dazu benutzt er Charles de Gaulle und den Mythos des Retters um zum Ergebnis zu gelangen, daß "die Zeit der großen Dramen vorüber ist. In der Gegenwart werden keine Mythen gebraucht", da diese nur in Krisen und Umbruchszeiten benötigt werden. Dieser etwas allgemeingültig formulierten Aussage kann ich mich nicht ganz anschließen. Denn solange es Menschen gibt, wird man Mythen brauchen - wir leben eigentlich in ständigem Umbruch, der regelmäßig Krisen heraufbeschwört.

Manfred Berg nimmt sich Amerika an und seinem "Mythos der Frontier". Dabei gelingt es ihm sehr gut aufzuzeigen, daß es hierbei nicht nur um einen Begriff handelt sondern um eine ganze Denkform. Im weiteren entlarvt er diese Denkform als Rechtfertigungsideologie eines Expansionsprozesses. Das Erbe der Frontier ist nicht Individualismus und Demokratie, sondern Verherrlichung von Gewalt. Und doch läßt die Frontier sich nicht auf einen Mythos reduzieren. Ein Präsident als Cowboy bezeichnet wird nicht verspottet, sondern in Erinnerung an die Frontier geehrt. Nicht zuletzt der Marlboro Man (und sein kommerzieller Erfolg) zeigt die ungebrochene Popularität des Mythos (mit dem Freiheit, Mut, Ehrlichkeit assoziiert werden), den Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft zum Trotz.

Peter Ackermann widmet sich den "Stationen der japanischen Geschichte". Wobei er zunächst die beiden wichtigsten Mythen, die als Abwehr gegen Diskurse des eurasischen Kontinents genutzt wurden, darstellt. Dabei vereinfacht er "Kojiki" und "Nihon Shoki" auf die Gemeinsamkeiten der beiden Mythen. Schön arbeitet er heraus, daß Ausländer es schwierig haben müssen im ritualisierten Leben Japans zurechtzukommen und automatisch damit Störfaktoren sind. Zum Abschluß zeigt er sehr gut auf, daß der Mythos auch heute noch seine Wichtigkeit für das Land nicht verloren hat.

Fazit:
Mit diesem Band liegt leider nur die schriftliche Aufzeichnung einer Ringvorlesung vor. Der Geschichtswissenschaftler (aber auch der Philosoph) wird seine Freude daran haben. Tiefgründig werden Mythen seziert - auf ihren historischen Kern reduziert, nur um wieder zu zeigen, daß ein Mythos sich nicht um seine historischen Wurzeln kümmert, ja sogar abkoppelt und selbständig weiterentwickelt. Die Qualität der Beiträge ist wie aufgezeigt höchst unterschiedlich. So wird man dem einen Beitrag wenig abgewinnen können einem anderen dafür um so mehr.

Eine genauere Überarbeitung (die sich ohnehin nur auf redaktionelle Dinge wie erweiterte Fußnoten beschränkte) der Beiträge wäre allerdings angebracht gewesen. Einen gehaltenen Vortrag nur auf das Skript zu reduzieren ist eben nicht immer der Weisheit letzter Schluß. Vortrag und Buch sind unterschiedliche Medien, die unterschiedlich behandelt werden müssen. Immerhin handelt es sich um ein Fachbuch, das höchsten Ansprüchen genügen soll. Wie überhaupt sich das Buch an ein Fachpublikum wendet. "Hobby- und Freizeithistoriker" werden auf Grund der teilweise nicht übersetzten lateinischen, französischen und englischen Zitate ebenso abgeschreckt sein, wie durch die verwendete Fachsprache, die ich teilweise als schon hoch stilisiert bezeichnen möchte. Im Gegensatz zu diesen hohen Maßstäben fehlt dann aber ein Abkürzungsverzeichnis ebenso wie ein vernünftiger Index. Zumindest finden sich kurze Informationen zu den Autoren und ein Personenregister.

Nichts für einen flüchtigen Blick. Das eigentliche Potenzial dieses Buches eröffnet sich erst beim zweiten Blick (und Lesen). Wobei die Zielgruppe eindeutig eine vorgebildete Fachschaft ist.


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Verlag:
Rombach, Freiburg

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Infos:

Autor:

Altrichter, Helmut

Co-Autor:

Herbers, Klaus

Verlag:

Rombach, Freiburg

Erschienen:

01.04.2004

Kritiker:

Larper

ISBN oder
ProduktID:

3-793-09358-1

Seiten:

574

Preis:

68,00 €

Typ:

Taschenbuch

 

Altrichter, Helmut

Helmut Altrichter wurde 1945 in Mähren geboren. Nach seinen Studien der Geschichte, Germanistik, Politischen Wissenschaften und der Russischen Sprache in Erlangen und Wien promovoierte er 1974 mit dem Thema "Konstitutionalismus und Imperialismus. Der Reichstag und die deutsch-russischen Beziehungen 1890-1914" [mehr]




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